134,85-kWp-Photovoltaikanlage für soziale Einrichtung in Soltau

Eine soziale Einrichtung in Soltau versorgt ihre Gebäude mit eigenem Solarstrom und nutzt dabei 99,8 % der erzeugten Energie selbst. Die 134,85 kWp-Anlage spart jährlich rund 43 Tonnen CO₂ und senkt die Stromkosten dauerhaft.

Eigenstromversorgung mehrerer Gebäudeteile einer sozialen Einrichtung in Soltau mit einer 134,85 kWp (Kilowatt-Peak)-Solaranlage

Anlagendaten der Photovoltaikanlage in Soltau

Malte Wachtmann, Geschäftsführer der INOL GmbH

von Malte Wachtmann · Aktualisiert am 9. September 2026

Das Altenwohnhaus der Stiftung Haus Zuflucht in Soltau versorgt seine Gebäude mit eigenem Solarstrom. Von den rund 124.600 kWh Jahresertrag nutzt die Einrichtung rund 124.350 kWh selbst, das sind 99,8 %. Die 134,85-kWp-Anlage spart jährlich rund 42,9 Tonnen CO₂ und senkt die Stromkosten dauerhaft.

Soziale Einrichtungen wie Pflegeheime, Wohngruppen oder Betreuungseinrichtungen haben eines gemeinsam: Sie verbrauchen rund um die Uhr Strom. Beleuchtung, Küchen, Waschmaschinen und Trockner, Aufzüge und Haustechnik sorgen für einen hohen und gleichmäßigen Energiebedarf über den ganzen Tag. Genau diese Voraussetzung macht Photovoltaik hier besonders wirtschaftlich.

310 Module vom Typ Jinko Solar Tiger Neo (435 Wp (Watt-Peak) wurden in der PV-Anlage in Soltau verbaut.

Für das Altenwohnhaus der Stiftung Haus Zuflucht in Soltau haben wir eine Photovoltaik-Großanlage mit 134,85 kWp Nennleistung geplant und installiert. Die Einheit kWp gibt die maximale Leistung an, die eine Photovoltaikanlage unter standardisierten Testbedingungen erreicht.

Die Anlage besteht aus 310 Modulen des Typs Jinko Solar Tiger Neo mit jeweils 435 Wp (Watt-Peak) Leistung und einem leistungsstarken Huawei-Wechselrichter. Die Tiger Neo Module gehören zur aktuellen Generation der N-Type-Solarzellen. Sie zeichnen sich durch einen besonders hohen Wirkungsgrad und eine geringere Degradation aus, also eine kleinere Leistungsabnahme über die Nutzungsdauer.

Nahezu vollständige Eigennutzung des Solarstroms

Das Besondere an diesem Projekt sind rund 124.350 kWh, die von 124.600 kWh Jahresertrag direkt vor Ort verbraucht werden. Das entspricht einer Eigenverbrauchsquote von 99,8 %. Der Grund dafür ist der dauerhaft hohe Grundlastverbrauch der Einrichtung, also die Strommenge, die zu jeder Tages- und Nachtzeit mindestens benötigt wird.

Der Autarkiegrad gibt an, welcher Anteil des gesamten Strombedarfs durch die eigene PV-Anlage gedeckt wird. Er liegt bei dieser Anlage bei ca. 16 %. Dieser Wert zeigt, dass die Einrichtung insgesamt einen sehr hohen Stromverbrauch hat. Die Anlage ist gezielt auf maximale Eigennutzung ausgelegt und nicht auf Netzeinspeisung.

Zwei Dacharten, mehrere Ausrichtungen

Die Solarmodule verteilen sich auf mehrere Gebäudeteile und auf zwei Arten von Dach. Auf den Ziegeldächern folgen sie der vorhandenen Dachneigung, auf der Flachdachfläche stehen sie in Reihen. Die Kombination aus Süd-, Ost- und Westflächen bietet einen entscheidenden Vorteil. Die Anlage produziert nicht allein zur Mittagszeit Strom, sondern liefert bereits am Morgen und noch am späten Nachmittag nennenswerte Erträge.

Senkrechte Luftaufnahme des Innenhofgebäudes in Soltau, Photovoltaikmodule in Reihen auf der Flachdachfläche und in Feldern auf den angrenzenden Ziegeldächern, im Innenhof eine Terrasse mit Sonnenschirmen
Photovoltaik in Soltau: Der erzeugte Strom wird zu 99,8 % selbst verbraucht. Dies ist möglich, weil der Strombedarf sehr hoch und gleichmäßig ist.

Rund 42,9 Tonnen weniger CO₂ pro Jahr und niedrigere Stromkosten

Mit einem erwarteten Jahresertrag von ca. 124.600 kWh spart die Anlage jährlich rund 42,9 Tonnen CO₂ ein. Grundlage ist der Emissionsfaktor des deutschen Strommixes von 344 Gramm pro Kilowattstunde, Jahreswert 2025 des Umweltbundesamts.

Neben der vermiedenen Emission steht ein handfester wirtschaftlicher Vorteil. Bei einem angenommenen Netzstrompreis von 25 bis 30 ct/kWh entspricht der selbst genutzte Solarstrom einer jährlichen Einsparung von geschätzt 31.000 bis 37.000 Euro.

Der Betreiber über die Zusammenarbeit

Norbert Dieckmann ist Geschäftsführer der Stiftung Haus Zuflucht. Die Einrichtung betreut nach seiner Angabe 257 Bewohner in Soltau und an drei weiteren Standorten zusammen rund 900 Klienten. Im Video beschreibt er, warum die Stiftung den Schritt in die Photovoltaik gegangen ist.

Wir standen vor der Herausforderung, dass wir unseren ökologischen Fußabdruck optimieren wollten, und wir wollten auch den Schritt in Photovoltaik gehen, haben dazu Partner gesucht, und den haben wir in INOL gefunden.

Norbert Dieckmann, Geschäftsführer der Stiftung Haus Zuflucht

Norbert Dieckmann, Geschäftsführer der Stiftung Haus Zuflucht, im hellblauen Hemd vor einer hellen Wand mit zwei Bildern, unten eine blaue Einblendung mit Name und Funktion

Ihr Strombedarf ist ähnlich hoch?

Dieses Projekt zeigt: Photovoltaik lohnt sich besonders dort, wo tagsüber ein hoher und konstanter Strombedarf besteht. Je mehr Solarstrom direkt genutzt wird, desto höher ist die Wirtschaftlichkeit der Anlage. Ein vergleichbares Konzept eignet sich beispielsweise für Pflegeheime, Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Kindertagesstätten mit Ganztagsbetrieb oder andere Einrichtungen mit dauerhaftem Energiebedarf.

Ihre Einrichtung oder Ihr Unternehmen hat einen ähnlich hohen Energiebedarf? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Wir sind erfahrene Energiedienstleister, und planen, bauen und warten nicht allein Photovoltaik-Anlagen. Wir bieten alle Dienstleistungen rund um das Thema Energie anbieten. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein zukunftsfähiges, kostensparendes Konzept für Ihre Energieversorgung!

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Luftaufnahme des Altenwohnhauses der Stiftung Haus Zuflucht in Soltau, schwarze Photovoltaikmodule auf den Ziegeldächern und auf der Flachdachfläche des Innenhofgebäudes, ringsum Gartenanlagen und weitere Wohngebäude
Eigenstromversorgung mehrerer Gebäudeteile einer sozialen Einrichtung in Soltau mit einer 134,85 kWp (Kilowatt-Peak)-Solaranlage
Titelseite der INOL-Broschüre auf dunkelblauem Grund. Oben links das INOL-Logo, rechts die Angaben Ausgabe 2026/2027 und fachlich geprüft am 27.08.2026. Als Überschrift steht Photovoltaik richtig planen in Weiß und Grün, darunter der Untertitel Der Praxis-Guide für Eigenheim und Unternehmen. Vier Kacheln nennen Dach und Technik, Speicher und KI, Wirtschaftlichkeit sowie Umsetzung und Service. Eine weiße Box enthält den Hinweis auf den kostenlosen Solarcheck mit QR-Code und roter Schaltfläche.

Kostenloser Download, Ausgabe 2026/2027

Der Photovoltaik-Kompass für dein Dach

18 Seiten Planungswissen, damit du im Beratungsgespräch die richtigen Fragen stellst und ein Angebot einordnen kannst.

  • Anlage und Speicher passend auslegen. Was in die Dimensionierung gehört, Seite 5 und 6
  • Angebote Position für Position vergleichen. Acht Positionen, die eindeutig benannt sein müssen, Seite 9
  • Wirtschaftlichkeit nachrechnen. Annahmen, Energiefluss und Cashflow über 20 Jahre, Seite 10
  • Checklisten zum Ausfüllen. Je eine für Eigenheim und Unternehmen, Seite 13 und 14
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Ausgabe 2026/2027Fachlich geprüft am 27. August 2026Rechtsstand 26. August 2026

Das Solarspitzengesetz 2025 und was es für PV bedeutet

Seit Februar 2025 gelten mit dem Solarspitzengesetz neue Regelungen. Für Hauseigentümer lautet die wichtigste Botschaft: An den entscheidenden Vorteilen ändert sich nichts. 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen bis 30 kWp Leistung, Steuerfreiheit auf PV-Erträge und 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung bleiben bestehen. Das Gesetz stärkt sogar den Eigenverbrauch, also genau das, was eine gut geplante Anlage mit Speicher und Heim-Energiemanagementsystem (HEMS) ohnehin liefert.

Unser Rat: Nicht verunsichern lassen, sondern die heutigen Rahmenbedingungen nutzen.

Mehr darüber:
Solarspitzengesetz 2025: Was ändert sich? | FAQ zum Solarspitzengesetz | 12 Mythen im Faktencheck

Malte Wachtmann, Geschäftsführer der INOL GmbH

Malte Wachtmann

Geschäftsführer, Photovoltaik und moderne Energiekonzepte bei der INOL GmbH

Malte Wachtmann ist Geschäftsführer der INOL GmbH und Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt erneuerbare Energien. Er verantwortet Photovoltaik, Batteriespeicher, Wallbox und Energie­management für Privat- und Gewerbekunden im Raum Hamburg, Bremen und Hannover sowie in der Lüneburger Heide.

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