
Anlagendaten
- Ladeinfrastruktur: 2 x KEBA-Wallboxen mit jeweils 11 kW Ladeleistung
- Vorbereitung: LKW-Ladestation in Planung, Trafostation entsprechend dimensioniert
- Energiemanagement: Plexlog
- PV-Anlage: 60 kWp (Kilowatt-Peak)
- Wechselrichter: Huawei-System
- Betrieb Ladeinfrastruktur: INOL GmbH als zertifizierter Charge Point Operator (CPO)
Wenn öffentliche Unternehmen ihre Fahrzeugflotte elektrifizieren, reicht es nicht, einfach Ladestationen aufzustellen. Die gesamte Energieversorgung muss mitgedacht werden: Woher kommt der Strom? Wie wird die Netzkapazität gesichert? Und wer sorgt dafür, dass das System im Alltag zuverlässig funktioniert? Genau diese Fragen hat die Abfallwirtschaft Heidekreis in Bad Fallingbostel gemeinsam mit der INOL GmbH beantwortet.
Elektromobilität für den kommunalen Fuhrpark
Die Abfallwirtschaft Heidekreis ist ein öffentliches Unternehmen, das die Abfallentsorgung in der Region verantwortet. Im Zuge der nachhaltigen Ausrichtung wird der Fuhrpark schrittweise auf elektrische Antriebe umgestellt. Für diesen Schritt braucht es mehr als einzelne Ladepunkte. Es braucht eine durchdachte Ladeinfrastruktur, die zum Betriebsablauf passt und mit dem Fuhrpark mitwachsen kann.
Aktuell sind zwei KEBA Wallboxen mit jeweils 11 kW Ladeleistung installiert. Die Wallboxen laden die Fahrzeuge zuverlässig während der Standzeiten auf dem Betriebsgelände. Die 11-kW-Ladeleistung entspricht dem sogenannten AC-Laden (Wechselstromladen), das sich besonders für planbare Ladezeiten eignet, etwa wenn Fahrzeuge über mehrere Stunden am Standort stehen.

Vorbereitet für die nächste Ausbaustufe
Das Projekt wurde von Anfang an so geplant, dass es skalierbar ist, also jederzeit erweitert werden kann. Die Trafostation (eine Anlage, die Strom aus dem Mittelspannungsnetz in Niederspannung umwandelt) ist bereits für deutlich höhere Leistungen dimensioniert. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, künftig auch eine Lkw-Ladestation anzuschließen, ohne die Netzinfrastruktur aufwendig nachrüsten zu müssen.
Gerade für kommunale Betriebe mit Nutzfahrzeugen ist diese vorausschauende Planung wichtig: Der Umstieg auf elektrisch angetriebene Lkw und Spezialfahrzeuge wird in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen. Wer die technische Grundlage heute schafft, vermeidet später hohe Nachrüstkosten.

Eigener Solarstrom für die Ladeinfrastruktur
Auf dem Betriebsgelände wurde ergänzend eine 60-kWp-Photovoltaikanlage installiert. Die Einheit kWp (Kilowatt-Peak) beschreibt die maximale Leistung, die eine Solaranlage unter standardisierten Testbedingungen erreicht. Das Huawei-System sorgt als Wechselrichter dafür, dass der von den Modulen erzeugte Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom umgewandelt wird.
Die PV-Anlage versorgt die Ladeinfrastruktur anteilig mit selbst erzeugtem Solarstrom. Der Vorteil: Jede Kilowattstunde, die vom eigenen Dach kommt, muss nicht aus dem Netz bezogen werden. Das senkt die Betriebskosten der Elektrofahrzeuge und macht die Abfallwirtschaft Heidekreis unabhängiger von steigenden Strompreisen.
Intelligentes Energiemanagement mit Plexlog
Damit Ladeinfrastruktur, PV-Anlage und Netzanschluss reibungslos zusammenarbeiten, steuert ein Energiemanagementsystem von Plexlog die gesamte Anlage. Das System überwacht in Echtzeit, wie viel Solarstrom verfügbar ist, welche Ladestationen aktiv sind und wie hoch die aktuelle Netzlast ist. Es verteilt die verfügbare Energie intelligent und verhindert, dass der Netzanschluss überlastet wird.
Für einen Betrieb mit mehreren Ladepunkten und geplanter Erweiterung ist ein solches Energiemanagement keine Option, sondern eine Voraussetzung. Ohne diese Steuerung könnten gleichzeitige Ladevorgänge zu Lastspitzen führen, also zu kurzfristig sehr hohen Strombezügen, die den Netzanschluss belasten und hohe Kosten verursachen.

Alles aus einer Hand: Planung, Installation und Betrieb
Die INOL GmbH hat das gesamte Projekt von der ersten Planung bis zum laufenden Betrieb verantwortet. Als zertifizierter Charge Point Operator (CPO) betreibt INOL die Ladeinfrastruktur dauerhaft. Das bedeutet: Die INOL GmbH übernimmt die Netzkommunikation, also die technische Abstimmung mit dem Netzbetreiber, die Überwachung der Ladestationen und die Entstörung im Fehlerfall.
Für die Abfallwirtschaft Heidekreis als öffentliches Unternehmen war dieser Ansatz entscheidend. Die gesamte Verantwortung liegt bei einem Ansprechpartner, der sowohl die Energietechnik als auch den laufenden Betrieb beherrscht. Es gibt keine Schnittstellen zwischen verschiedenen Dienstleistern, die im Alltag zu Verzögerungen oder Zuständigkeitsproblemen führen könnten.
Warum dieses Projekt als Vorbild dient
Dieses Referenzprojekt zeigt, wie öffentliche Unternehmen den Umstieg auf Elektromobilität strukturiert angehen können. Die Kombination aus Ladeinfrastruktur, Photovoltaik und intelligentem Energiemanagement sorgt dafür, dass die Betriebskosten niedrig bleiben und die Anlage mit den Anforderungen mitwächst. Die vorausschauende Dimensionierung der Trafostation und die Vorbereitung für LKW-Ladestationen machen das Konzept zukunftsfähig.
Ein vergleichbares Konzept eignet sich für kommunale Entsorgungsbetriebe, Stadtwerke, Bauhöfe, Verkehrsbetriebe oder andere öffentliche Einrichtungen, die ihren Fuhrpark elektrifizieren möchten.
Ihr Betrieb steht vor einem ähnlichen Schritt?
Ob kommunaler Fuhrpark, gewerbliche Fahrzeugflotte oder öffentliche Einrichtung: Die INOL GmbH entwickelt maßgeschneiderte Ladeinfrastruktur kombiniert mit Photovoltaik und Energiemanagement. Von der ersten Bestandsaufnahme über die Planung und Installation bis zum laufenden Betrieb als Charge Point Operator erhalten Sie alles aus einer Hand.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
Wir sind erfahrene Energiedienstleister, die nicht nur Ladeinfrastruktur und Photovoltaikanlagen planen, bauen und betreiben, sondern alle Dienstleistungen rund um das Thema Energie anbieten. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein zukunftsfähiges, kostensparendes Konzept für Ihre Energieversorgung und Elektromobilität!


