96,9-kWp-Photovoltaikanlage im Landkreis Rotenburg (Wümme)

Mit dieser 96,9-kWP-PV-Großanlage erreicht das landwirtschaftliche Unternehmen in Rotenburg (Wümme) eine Eigenkapitalrendite von 9,21 % und einen Autarkiegrad von 39,5 %.

Anlagendaten der Photovoltaikanlage im Landkreis Rotenburg (Wümme)

Photovoltaik-Großanlage auf einer Halle: 96,9 kWp Systemleistung in Rotenburg (Wümme) | Geplant und gebaut von INOL GmbH
Malte Wachtmann, Geschäftsführer der INOL GmbH

von Malte Wachtmann · Aktualisiert am 12. September 2026

Ein Ackerbaubetrieb mit angeschlossener Biogasanlage im Landkreis Rotenburg (Wümme) erzeugt auf den Dächern von Scheune und Güllehalle rund 96.154 kWh Solarstrom im Jahr. Davon nutzt der Betrieb rund 30.756 kWh unmittelbar selbst, das sind 31,9 % des Jahresertrags. Die 96,9-kWp-Anlage deckt damit 39,5 % des gesamten Strombedarfs, der übrige Strom geht als Überschuss ins Netz. Die Investition amortisiert sich nach 12,4 Jahren.

Am Standort der Anlage stehen die beiden größten Stromverbraucher des Betriebs, ein Satelliten-Blockheizkraftwerk und eine Trocknungsanlage. Erzeugung und Verbrauch liegen damit am selben Ort, und genau das macht Photovoltaik auf dem Hof wirtschaftlich.

Photovoltaikanlage mit 96,9 kWp auf Scheune und Güllehalle eines Ackerbaubetriebs im Landkreis Rotenburg (Wümme), der Strom speist Satelliten-BHKW und Trocknungsanlage
Der Solarstrom versorgt die beiden größten Verbraucher des Betriebs. Foto: INOL GmbH

Für einen Ackerbaubetrieb im Landkreis Rotenburg (Wümme) haben wir eine Photovoltaik-Großanlage mit 96,9 kWp Nennleistung geplant und installiert. Die Einheit kWp gibt die maximale Leistung an, die eine Photovoltaikanlage unter standardisierten Testbedingungen erreicht. Als PV-Großanlage gilt eine Anlage ab 30 kWp.

Die Anlage besteht aus 255 Modulen von Jinko Solar mit jeweils 380 Wp Leistung und fünf Wechselrichtern von Fox ESS. Die Module bedecken zusammen 444 m² Dachfläche.

Video-Thumbnail INOL-GmbH-Projekt: "97-kWp-Photovoltaikanlage in Rotenburg (Wümme)"

Zwei Dächer, eine Anlage

Die Modulfelder verteilen sich auf zwei Gebäudeteile unter einem durchgehenden Trapezblechdach. Auf der Scheune liegen 165 Module mit 62,7 kWp, auf der Güllehalle 90 Module mit 34,2 kWp. Beide Flächen sind nur teilweise belegt, ein Teil des Dachs ist frei geblieben.

Die Aufteilung auf fünf Wechselrichter fasst die Modulfelder zu getrennten Einheiten zusammen. Fällt eine Einheit für eine Wartung aus, liefern die übrigen weiter.

Was Eigenverbrauch und Autarkiegrad bei dieser Anlage bedeuten

Zwei Zahlen beschreiben eine Photovoltaikanlage, und sie werden leicht verwechselt. Der Eigenverbrauchsanteil sagt, welcher Teil des erzeugten Stroms im Betrieb bleibt. Hier sind das 30.756 kWh von 96.154 kWh, also 31,9 %. Der Autarkiegrad sagt umgekehrt, welchen Teil des gesamten Strombedarfs die Anlage deckt. Er liegt bei 39,5 %.

Die restlichen 65.398 kWh gehen als Überschuss ins Netz. Das Einspeisekonzept heißt deshalb Überschusseinspeisung. Verbraucht der Betrieb den Strom, bleibt er im Unternehmen, und nur was übrig bleibt, wird eingespeist.

Ein Wert von 31,9 % ist für eine landwirtschaftliche Dachanlage ohne Speicher ein normaler Wert und kein schwacher. Nach unserer Projekterfahrung entscheidet weniger die Größe der Anlage als der Tagesverlauf des Verbrauchs. Ein Betrieb, dessen Bedarf im Sommer und über die Mittagsstunden hoch liegt, nutzt einen größeren Teil seines Solarstroms selbst.

Für Dachanlagen ohne Speicher nennt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen je nach Lastprofil einen Bereich von 30 bis 50 %. Die Anlage liegt damit im belegten Bereich, am unteren Rand. Über die Höhe entscheidet weniger die Größe der Anlage als der Tagesverlauf des Verbrauchs. In diesem Betrieb läuft die Trocknungsanlage in der Erntezeit und damit in den ertragsstärksten Monaten des Jahres.

Wie sich der Eigenverbrauch weiter erhöhen lässt

Die Anlage ist so geplant, dass sich später ein Energiespeicher nachrüsten lässt. Ein Speicher nimmt den Überschuss der Mittagsstunden auf und gibt ihn am Abend und in der Nacht wieder ab. Den Zuwachs beim Eigenverbrauch beziffert die Landwirtschaftskammer Niedersachsen auf 20 bis 35 Prozentpunkte. Vollständige Autarkie erreicht auch ein Speicher nicht.

Der zweite Weg betrifft die Arbeitsabläufe und kostet nichts. Stromintensive Prozesse, die sich zeitlich verlegen lassen, gehören in die sonnenreichen Stunden. Die Landwirtschaftskammer nennt dafür den Betrieb der Futtermühle. Welche Arbeiten in Ihrem Betrieb dafür infrage kommen, sehen wir uns im Beratungsgespräch gemeinsam an.

Der Betreiber über die Zusammenarbeit

Frank Heidtmann ist Geschäftsführer und Inhaber des Betriebs. Im Video beschreibt er, worauf es ihm bei der Zusammenarbeit angekommen ist.

Also ganz klar zeichnet die INOL GmbH aus, dass wir auf einem vertrauensvollen Verhältnis zusammenarbeiten können. Dieses vertrauensvolle Verhältnis basiert einfach darauf, dass sie super erreichbar ist, Zusagen einhält, in der Planung sehr kompetent auftritt, langjährige Erfahrung hat.

Frank Heidtmann, Geschäftsführer und Inhaber

Frank Heidtmann, Geschäftsführer und Inhaber des Betriebs, über die Zusammenarbeit mit der INOL GmbH bei Planung und Bau der 96,9-kWp-Photovoltaikanlage. Video: INOL GmbH

Photovoltaik-Großanlagen für die Landwirtschaft

Als PV-Großanlage bezeichnet man Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von über 30 kWp. Für landwirtschaftliche Betriebe bieten sich je nach verfügbaren Flächen unterschiedliche Anlagentypen an.

Aufdachanlagen, die attraktive Lösung bei vorhandenen Dachflächen

Wenn Sie über ausreichend große Dachflächen verfügen, zum Beispiel auf Scheunen, Ställen oder Lagerhallen, ist eine Aufdachanlage die wirtschaftlich interessanteste Option. Die Vorteile:

  • Die Dachfläche ist bereits vorhanden, es wird keine zusätzliche Fläche in Anspruch genommen
  • Erzeugung und Verbrauch liegen am selben Ort, der Strom muss nicht über das Netz herangeführt werden
  • Die Anlage lässt sich in Teilfeldern über mehrere Gebäude verteilen, wie in diesem Projekt über Scheune und Güllehalle
Steile Luftaufnahme des Wirtschaftsgebäudes im Landkreis Rotenburg (Wümme), Photovoltaikmodule auf der roten Trapezblechfläche, daneben unbelegte Dachbereiche und zwei Traktoren
Die 255 Module verteilen sich in versetzten Blöcken
über beide Gebäudeteile. Sichtbar wird auch der Umfang
der frei gebliebenen Dachfläche.

Freiflächenanlagen: Wenn keine geeigneten Dachflächen vorhanden sind

Fehlt die notwendige Dachfläche, stehen Ihnen als landwirtschaftlichem Betrieb verschiedene Freiflächenoptionen zur Verfügung:

  • Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen in benachteiligten Gebieten
    Nutzen Sie Ihre weniger ertragreichen Ackerflächen zur Stromerzeugung und sichern Sie sich ein zusätzliches Standbein
  • Agri-Photovoltaik (Agri-PV)
    Die innovative Doppelnutzung: Stromerzeugung und landwirtschaftliche Bewirtschaftung auf derselben Fläche. Besonders geeignet für Obst-, Gemüse- und Beerenanbau sowie extensive Beweidung
  • Anlagen auf Konversionsflächen (z. B. ehemalige Deponien, Militärflächen, Kiesgruben)
    Machen Sie ungenutzte oder schwer bewirtschaftbare Flächen ertragreich
  • Anlagen entlang von Autobahnen und Schienenwegen auf Ihren angrenzenden Grundstücken
    Diese Randflächen sind oft für die Bewirtschaftung wenig attraktiv, für Photovoltaik dagegen gut geeignet
  • Anlagen in Gewerbe- oder Industriegebieten
    falls Ihr Betrieb entsprechende Flächen besitzt

Mit Freiflächenanlagen erschließen Sie sich als Landwirt eine langfristige, planbare Einnahmequelle. Mehr dazu auf unserer Seite Freiflächenphotovoltaik.

Ihr Betrieb hat einen ähnlichen Bedarf?

Dieses Projekt zeigt, dass Photovoltaik sich dort lohnt, wo tagsüber Strom gebraucht wird. Je mehr Solarstrom unmittelbar im Betrieb bleibt, desto schneller rechnet sich die Anlage. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir sehen uns Ihre Dachflächen und Ihren Verbrauch gemeinsam an.

Wir sind erfahrene Energiedienstleister und planen, bauen und warten nicht allein Photovoltaik-Anlagen. Wir bieten alle Dienstleistungen rund um das Thema Energie an. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein zukunftsfähiges, kostensparendes Konzept für Ihre Energieversorgung.

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Mit dieser 96,9-kWP-PV-Großanlage erreicht das landwirtschaftliche Unternehmen in Rotenburg (Wümme) 9,21 % Eigenkapitalrendite und einen Autarkiegrad von 39,5 %.
Diese Photovoltaik Großanlage von INOL erzeugt 96.154 kWh Solarstrom pro Jahr. Davon werden 30.756 kWh, also 31,9 % selbst genutzt.
Hallendächer mit Trapezblech eignen sich optimal für die Installation von PV-Anlagen, wie hier auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Kreis Rotenburg (Wümme).
Titelseite der INOL-Broschüre auf dunkelblauem Grund. Oben links das INOL-Logo, rechts die Angaben Ausgabe 2026/2027 und fachlich geprüft am 27.08.2026. Als Überschrift steht Photovoltaik richtig planen in Weiß und Grün, darunter der Untertitel Der Praxis-Guide für Eigenheim und Unternehmen. Vier Kacheln nennen Dach und Technik, Speicher und KI, Wirtschaftlichkeit sowie Umsetzung und Service. Eine weiße Box enthält den Hinweis auf den kostenlosen Solarcheck mit QR-Code und roter Schaltfläche.

Kostenloser Download, Ausgabe 2026/2027

Der Photovoltaik-Kompass für dein Dach

18 Seiten Planungswissen, damit du im Beratungsgespräch die richtigen Fragen stellst und ein Angebot einordnen kannst.

  • Anlage und Speicher passend auslegen. Was in die Dimensionierung gehört, Seite 5 und 6
  • Angebote Position für Position vergleichen. Acht Positionen, die eindeutig benannt sein müssen, Seite 9
  • Wirtschaftlichkeit nachrechnen. Annahmen, Energiefluss und Cashflow über 20 Jahre, Seite 10
  • Checklisten zum Ausfüllen. Je eine für Eigenheim und Unternehmen, Seite 13 und 14
Kompass herunterladen, PDF mit 18 Seiten Oder gleich den kostenlosen Solarcheck starten

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Ausgabe 2026/2027Fachlich geprüft am 27. August 2026Rechtsstand 26. August 2026

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Malte Wachtmann, Geschäftsführer der INOL GmbH

Malte Wachtmann

Geschäftsführer, Photovoltaik und moderne Energiekonzepte bei der INOL GmbH

Malte Wachtmann ist Geschäftsführer der INOL GmbH und Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt erneuerbare Energien. Er verantwortet Photovoltaik, Batteriespeicher, Wallbox und Energie­management für Privat- und Gewerbekunden im Raum Hamburg, Bremen und Hannover sowie in der Lüneburger Heide.

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