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Photovoltaik-Kompass 2026/2027
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Mit dieser 96,9-kWP-PV-Großanlage erreicht das landwirtschaftliche Unternehmen in Rotenburg (Wümme) eine Eigenkapitalrendite von 9,21 % und einen Autarkiegrad von 39,5 %.


von Malte Wachtmann · Aktualisiert am 12. September 2026
Ein Ackerbaubetrieb mit angeschlossener Biogasanlage im Landkreis Rotenburg (Wümme) erzeugt auf den Dächern von Scheune und Güllehalle rund 96.154 kWh Solarstrom im Jahr. Davon nutzt der Betrieb rund 30.756 kWh unmittelbar selbst, das sind 31,9 % des Jahresertrags. Die 96,9-kWp-Anlage deckt damit 39,5 % des gesamten Strombedarfs, der übrige Strom geht als Überschuss ins Netz. Die Investition amortisiert sich nach 12,4 Jahren.
Am Standort der Anlage stehen die beiden größten Stromverbraucher des Betriebs, ein Satelliten-Blockheizkraftwerk und eine Trocknungsanlage. Erzeugung und Verbrauch liegen damit am selben Ort, und genau das macht Photovoltaik auf dem Hof wirtschaftlich.

Für einen Ackerbaubetrieb im Landkreis Rotenburg (Wümme) haben wir eine Photovoltaik-Großanlage mit 96,9 kWp Nennleistung geplant und installiert. Die Einheit kWp gibt die maximale Leistung an, die eine Photovoltaikanlage unter standardisierten Testbedingungen erreicht. Als PV-Großanlage gilt eine Anlage ab 30 kWp.
Die Anlage besteht aus 255 Modulen von Jinko Solar mit jeweils 380 Wp Leistung und fünf Wechselrichtern von Fox ESS. Die Module bedecken zusammen 444 m² Dachfläche.
Die Modulfelder verteilen sich auf zwei Gebäudeteile unter einem durchgehenden Trapezblechdach. Auf der Scheune liegen 165 Module mit 62,7 kWp, auf der Güllehalle 90 Module mit 34,2 kWp. Beide Flächen sind nur teilweise belegt, ein Teil des Dachs ist frei geblieben.
Die Aufteilung auf fünf Wechselrichter fasst die Modulfelder zu getrennten Einheiten zusammen. Fällt eine Einheit für eine Wartung aus, liefern die übrigen weiter.
Zwei Zahlen beschreiben eine Photovoltaikanlage, und sie werden leicht verwechselt. Der Eigenverbrauchsanteil sagt, welcher Teil des erzeugten Stroms im Betrieb bleibt. Hier sind das 30.756 kWh von 96.154 kWh, also 31,9 %. Der Autarkiegrad sagt umgekehrt, welchen Teil des gesamten Strombedarfs die Anlage deckt. Er liegt bei 39,5 %.
Die restlichen 65.398 kWh gehen als Überschuss ins Netz. Das Einspeisekonzept heißt deshalb Überschusseinspeisung. Verbraucht der Betrieb den Strom, bleibt er im Unternehmen, und nur was übrig bleibt, wird eingespeist.
Ein Wert von 31,9 % ist für eine landwirtschaftliche Dachanlage ohne Speicher ein normaler Wert und kein schwacher. Nach unserer Projekterfahrung entscheidet weniger die Größe der Anlage als der Tagesverlauf des Verbrauchs. Ein Betrieb, dessen Bedarf im Sommer und über die Mittagsstunden hoch liegt, nutzt einen größeren Teil seines Solarstroms selbst.
Für Dachanlagen ohne Speicher nennt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen je nach Lastprofil einen Bereich von 30 bis 50 %. Die Anlage liegt damit im belegten Bereich, am unteren Rand. Über die Höhe entscheidet weniger die Größe der Anlage als der Tagesverlauf des Verbrauchs. In diesem Betrieb läuft die Trocknungsanlage in der Erntezeit und damit in den ertragsstärksten Monaten des Jahres.
Die Anlage ist so geplant, dass sich später ein Energiespeicher nachrüsten lässt. Ein Speicher nimmt den Überschuss der Mittagsstunden auf und gibt ihn am Abend und in der Nacht wieder ab. Den Zuwachs beim Eigenverbrauch beziffert die Landwirtschaftskammer Niedersachsen auf 20 bis 35 Prozentpunkte. Vollständige Autarkie erreicht auch ein Speicher nicht.
Der zweite Weg betrifft die Arbeitsabläufe und kostet nichts. Stromintensive Prozesse, die sich zeitlich verlegen lassen, gehören in die sonnenreichen Stunden. Die Landwirtschaftskammer nennt dafür den Betrieb der Futtermühle. Welche Arbeiten in Ihrem Betrieb dafür infrage kommen, sehen wir uns im Beratungsgespräch gemeinsam an.
Frank Heidtmann ist Geschäftsführer und Inhaber des Betriebs. Im Video beschreibt er, worauf es ihm bei der Zusammenarbeit angekommen ist.
Also ganz klar zeichnet die INOL GmbH aus, dass wir auf einem vertrauensvollen Verhältnis zusammenarbeiten können. Dieses vertrauensvolle Verhältnis basiert einfach darauf, dass sie super erreichbar ist, Zusagen einhält, in der Planung sehr kompetent auftritt, langjährige Erfahrung hat.
Frank Heidtmann, Geschäftsführer und Inhaber
Als PV-Großanlage bezeichnet man Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von über 30 kWp. Für landwirtschaftliche Betriebe bieten sich je nach verfügbaren Flächen unterschiedliche Anlagentypen an.
Wenn Sie über ausreichend große Dachflächen verfügen, zum Beispiel auf Scheunen, Ställen oder Lagerhallen, ist eine Aufdachanlage die wirtschaftlich interessanteste Option. Die Vorteile:

Fehlt die notwendige Dachfläche, stehen Ihnen als landwirtschaftlichem Betrieb verschiedene Freiflächenoptionen zur Verfügung:
Mit Freiflächenanlagen erschließen Sie sich als Landwirt eine langfristige, planbare Einnahmequelle. Mehr dazu auf unserer Seite Freiflächenphotovoltaik.
Dieses Projekt zeigt, dass Photovoltaik sich dort lohnt, wo tagsüber Strom gebraucht wird. Je mehr Solarstrom unmittelbar im Betrieb bleibt, desto schneller rechnet sich die Anlage. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir sehen uns Ihre Dachflächen und Ihren Verbrauch gemeinsam an.
Wir sind erfahrene Energiedienstleister und planen, bauen und warten nicht allein Photovoltaik-Anlagen. Wir bieten alle Dienstleistungen rund um das Thema Energie an. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein zukunftsfähiges, kostensparendes Konzept für Ihre Energieversorgung.



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Geschäftsführer, Photovoltaik und moderne Energiekonzepte bei der INOL GmbH
Malte Wachtmann ist Geschäftsführer der INOL GmbH und Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt erneuerbare Energien. Er verantwortet Photovoltaik, Batteriespeicher, Wallbox und Energiemanagement für Privat- und Gewerbekunden im Raum Hamburg, Bremen und Hannover sowie in der Lüneburger Heide.